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Zehn Tage Sonne, Weißdörfer und Tapas: Andalusien auf vier Rädern

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Zehn Tage Sonne, Weißdörfer und Tapas: Andalusien auf vier Rädern

Photo: Vincent van Zeijst, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Andalusien ist ein Land für Selbstfahrer. Züge verbinden zwar die großen Städte, aber die eigentlichen Schätze – die pueblos blancos, die Bergpässe, die Olivenhaine zwischen den Hügeln – liegen abseits der Schiene. Zehn Tage mit dem Mietwagen reichen, um den Süden Spaniens in seiner ganzen Vielfalt zu erleben. Hier ist unsere Route ab Málaga.

Tag 1–2: Ankommen in Málaga

Málaga hat sich vom Durchreiseort zu einer echten Destination gemausert. Picasso wurde hier geboren, das Museo Picasso lohnt ebenso wie die Alcazaba, die maurische Festung über der Stadt. Am Abend: Tapas-Hopping in der Altstadt rund um die Calle Granada. Mietwagen-Tipp: Am Flughafen Málaga (AGP) sind die großen Vermieter vertreten. Wer die Stadt ohne Auto erkunden will, parkt am besten in einer der öffentlichen Tiefgaragen am Stadtrand und fährt mit dem Bus ins Zentrum.

Tag 3: Ronda – die Stadt am Abgrund

Rund 100 Kilometer, gut anderthalb Stunden Fahrt: Die Straße nach Ronda führt durch die hügelige Landschaft der Serranía. Die Puente Nueva, die über die 120 Meter tiefe Tajo-Schlucht spannt, ist eines der spektakulärsten Fotomotive Andalusiens. Parken: Die Parkhäuser am Rand der Altstadt (etwa Paseo de Blas Infante) sind am einfachsten – die Gassen in der Altstadt selbst sind eng und teilweise Anwohnerzone.

Tag 4–6: Sevilla, das Herz Andalusiens

Über die A-375 und die A-472 (rund zwei Stunden Fahrt) geht es nach Sevilla. Hier sollten Sie sich Zeit nehmen: Die Kathedrale mit der Giralda, der königliche Alcázar und ein Abend mit Flamenco in Triana gehören zum Pflichtprogramm. Zum Parken: Die Altstadt ist weitgehend autofrei und die Parkhäuser im Zentrum sind teuer. Unsere Empfehlung: ein Hotel am Stadtrand mit eigenem Parkplatz und die Anbindung mit der Straßenbahn oder dem Bus. Sevilla ist perfekt zu Fuß zu erkunden.

Tag 7: Zwischenstopp in Carmona oder Écija

Auf dem Weg Richtung Granada lohnt sich ein Halt in Carmona, einer der ältesten Städte Europas mit spektakulärer Aussicht über die Vega del Guadalquivir. Wer es ruhiger mag, fährt stattdessen über die Olivenhaine nach Écija, bekannt für ihre vielen Kirchtürme. Beide Orte sind in einer Stunde Fahrt erreichbar und bieten kostenloses Parken am Ortsrand.

Tag 8–9: Granada und die Alhambra

Unverzichtbar: die Alhambra. Tickets sind oft Wochen im Voraus ausverkauft, buchen Sie also unbedingt vor der Reise online. Granada selbst ist ein Labyrinth aus maurischen Gassen, Tapas-Bars (hier gibt es die Tapa gratis zum Getränk) und dem arabischen Viertel Albaicín. Parken: Die Altstadt ist weitgehend gesperrt, die Parkhäuser am Rand (etwa an der Avenida de Andalucía) sind die bessere Wahl. Von dort sind es wenige Gehminuten ins Zentrum.

Tag 10: Rückkehr über die Küste

Der Rückweg nach Málaga führt über die A-44 und A-45, etwa anderthalb Stunden reine Fahrzeit. Wer Zeit hat, macht noch einen Stopp in Nerja mit der Höhle Cueva de Nerja oder in Frigiliana, einem der schönsten weißen Dörfer der Costa del Sol.

Kilometer und Mietdauer klug planen

Die Route umfasst insgesamt rund 900–1.000 Kilometer – für die meisten Mietwagen-Anbieter kein Problem, da unbegrenzte Kilometer inzwischen Standard sind. Trotzdem lohnt ein Blick in die Vertragsbedingungen. Praktisch: Die meisten internationalen Anbieter erlauben die Rückgabe an einem anderen Standort – wer also in Málaga startet und in Sevilla enden möchte, kann die Route entsprechend umbauen. Buchen Sie den Wagen für die gesamte Zeit, auch wenn Sie in Sevilla zwei Tage ohne Auto verbringen: Das ist oft günstiger als zwei getrennte Buchungen.

Ein paar Worte zum Fahren

Die Autobahnen (autovías) in Andalusien sind hervorragend und meist mautfrei. In den Altstädten wird es eng: Kleine Kompaktklasse ist hier die klügere Wahl als das große SUV. Und ganz wichtig: In spanischen Städten gilt, wer hinter einem Kreisverkehr falsch fährt, wird ausgepfiffen – aber mit etwas Gelassenheit gewöhnt man sich schnell an den lokalen Fahrstil.

Zehn Tage, ein Mietwagen, Andalusien: eine Kombination, die Lust auf mehr macht. Buen viaje!

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