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Schnee, Streusalz und kleine Buchstaben: Der Winter-Check für Ihren Mietwagen

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Schnee, Streusalz und kleine Buchstaben: Der Winter-Check für Ihren Mietwagen

Photo: Wolfmann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Kofferraum ist vollgepackt mit Skiern, der Thermomix-Zopf sitzt, die Unterkunft in den Alpen ist gebucht. Was jetzt noch schiefgehen kann? Einiges – und zwar meist schon in den ersten fünf Minuten bei der Fahrzeugübergabe. Damit Ihre Winterfahrt mit dem Mietwagen entspannt startet, haben wir die sieben wichtigsten Prüfpunkte zusammengestellt.

1. Winterreifen: Pflicht ist nicht gleich Pflicht

In Deutschland gilt die sogenannte situationelle Winterreifenpflicht – bei Schnee, Eis oder Glätte brauchen Sie Winterreifen. In Österreich und der Schweiz ist die Sache klarer geregelt: Dort sind Winterreifen im Winterhalbjahr Pflicht. Fragen Sie daher schon bei der Buchung explizit nach, ob das Fahrzeug winterfest ausgestattet ist. Seriöse Anbieter bestätigen das schriftlich oder in der Buchungsbestätigung. Bei der Übernahme werfen Sie einen Blick auf die Reifenflanke: Dort steht ein Symbol mit Schneeflocke (3PMSF-Symbol). Nur das zählt als echter Winterreifen.

2. Schneeketten: Vorhanden, aber auch passend?

Viele Pässe in Österreich und der Schweiz schreiben Schneeketten vor – ein entsprechendes Verkehrszeichen am Straßenrand reicht aus. Gute Vermieter legen ein Paar Ketten in den Kofferraum. Prüfen Sie bei der Übergabe, ob sie da sind und ob die Bedienungsanleitung dabei liegt. Wer zum ersten Mal Ketten montiert, sollte das im Trockenen einmal üben – bei minus zehn Grad am Straßenrand ist der falsche Moment zum Lernen.

3. Die Verdreckungsklausel: Klein gedruckt, teuer im Fall der Fälle

Im Winter besonders tückisch: Manche Vermieter verlangen die Rückgabe in „sauberem Zustand" – und verstehen darunter eine gründliche Innen- und Außenreinigung. Ein mit Salz- und Matschspritzern verunstalteter Wagen kann sonst teuer werden. Klären Sie vorab, was der Vertrag hierzu sagt, und fotografieren Sie bei der Übernahme den Wagen von allen Seiten. Diese Bilder sind Ihre Versicherung bei späteren Streitfragen.

4. Scheibenwischer und Sprühanlage im Check

Winterstraße bedeutet: Streusalz, Schmutzfilm, Sichtbehinderung. Testen Sie bei der Übernahme kurz die Scheibenwischer auf Abnutzung und prüfen Sie, ob die Waschanlage mit Frostscheibenreinigung befüllt ist. Ein gefrorener Spritzwasserbehälter ist nicht nur lästig, sondern kann die Pumpe beschädigen – und das geht schnell auf Ihre Kosten.

5. Beleuchtung: Alles leuchtet?

Kurzer Rundgang mit eingeschaltetem Licht: Standlicht, Abblendlicht, Bremslicht, Nebelscheinwerfer. Bei Dunkelheit, Nebel und Schneetreiben sind Sie auf jede funktionierende Leuchte angewiesen. Defekte sofort melden und im Übergabeprotokoll festhalten lassen.

6. existing Schäden dokumentieren

Bei Dunkelheit und kaltem Wetter übersieht man Kratzer schnell. Nehmen Sie sich die Zeit, das Fahrzeug gemeinsam mit dem Vermieter abzugehen. Kleine Dellen, Steinschläge in der Windschutzscheibe, Kratzer an der Stoßstange – alles kommt ins Protokoll. Zusätzlich helfen Smartphone-Fotos mit Zeitstempel.

7. Pannenausrüstung und Notfallnummern

Warnweste, Warndreieck, Verbandspaket, Abschleppseil, Starthilfekabel – prüfen Sie, was an Bord ist. In Österreich ist die Warnweste Pflicht, in vielen Nachbarländern ebenfalls. Speichern Sie außerdem die Pannenhilfe-Nummer des Vermieters ab, bevor Sie losfahren.

Ihre Checkliste für die Wintertauglichkeit

Mit diesen sieben Punkten sind Sie für Schnee und Eis gerüstet – und können sich auf das konzentrieren, was zählt: die ersten Schwünge im Powder und die Pause mit Glühwein danach.

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