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Festland im Rückspiegel: So kommen Sie mit dem Mietwagen auf die Nordseeinseln – und wann Sie das Auto besser stehen lassen

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Festland im Rückspiegel: So kommen Sie mit dem Mietwagen auf die Nordseeinseln – und wann Sie das Auto besser stehen lassen

Photo: Pbsouthwood, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Wattenmeer rauscht, der Wind riecht nach Salz und Seetang – und Sie fragen sich gerade, ob Ihr Mietwagen überhaupt mitkommen darf. Die kurze Antwort: Es kommt auf die Insel an. Die lange Antwort gibt es hier.

Wer darf überhaupt mit dem Auto rüber?

Von den deutschen Nordseeinseln sind nur wenige mit Pkw erreichbar – und die Liste ist kürzer, als viele denken:

Mietwagen hinüber oder am Festland parken?

Ehrlich gesagt: Auf den meisten Inseln ist ein Auto Ballast. Juist und Wangerooge sind autofrei, auf Langeoog und Spiekeroog bewegen Sie sich mit Fahrrad oder zu Fuß ohnehin schneller. Selbst auf Sylt und Norderney kommen Sie mit Bus und Fahrrad erstaunlich weit.

Ein Auto auf der Fähre zu mitnehmen kostet je nach Strecke und Saison schnell 100 bis 200 Euro pro Strecke – dazu kommen Fährreservierungen im Voraus und auf der Insel teure Stellplätze. Wer nur ein verlängertes Wochenende einplant, zahlt für ein Fahrzeug, das die ganze Zeit auf dem Parkplatz steht.

Unser Tipp: Buchen Sie den Mietwagen für die Anreise bis zum Fährhafen und geben Sie ihn dort wieder ab. Viele Stationen in Norddeich, Emden und Niebüll liegen fußläufig zum Terminal.

Die Anreise ab Festland: drei klassische Routen

Nach Norddeich (Norderney)

Ab dem Ruhrgebiet oder Rheinland führt die A3 und A31 über Münster und Groningen-Umgebung in rund drei bis vier Stunden nach Norddeich. Die Strecke ist gut ausgebaut, und wer früh startet, schafft bequem die Mittagsfähre.

Nach Emden (Borkum)

Emden erreichen Sie über die A31 zügig ab dem Münsterland und den Niederlanden. Die Autostellplätze am Fährhafen sind großzügig, Reservierung lohnt sich trotzdem in der Hauptsaison.

Nach Niebüll (Autozug nach Sylt)

Von Hamburg über die A7 Richtung Flensburg, dann abfahrend Richtung Husum und Niebüll: gut zwei Stunden. Wer den Autozug bucht, sollte das unbedingt vorab online tun – spontan ist die Wahrscheinlichkeit eines Platzes im Sommer gering.

Spar-Tipps für die Anreise

  1. Fahrzeugklasse klein wählen. Ein Kompaktwagen reicht für Koffer und zwei Personen völlig aus und kostet auf Fähren und im Autozug weniger.
  2. Off-Peak reisen. Dienstag bis Donnerstag sind Fähren günstiger und leerer als Freitagnachmittag.
  3. Rückgabe am Hafen prüfen. Manche Vermieter berechnen eine Einweggebühr, wenn Sie nicht dort abholen, wo Sie gestartet sind – vorher vergleichen.
  4. Parkhäuser statt Parkplatz am Deich. In Norddeich und Emden gibt es gedeckte Stellplätze, die oft günstiger und sicherer sind als der Parkplatz direkt am Terminal.
  5. Wochenendtarife nutzen. Viele Mietwagen-Angebote mit Abholung Freitag und Rückgabe Montag sind pro Tag deutlich billiger.

Was Sie auf der Insel erwartet

Wer doch mit dem Auto rüberfährt – etwa nach Norderney oder Borkum – sollte wissen: Die Inselstraßen sind eng, Radfahrer und Fußgänger haben Vorrang, und Parkplätze am Strand sind Mangelware. Auf Norderney hilft ein Parkhaus in der Stadtmitte weiter, auf Borkum gibt es Parkbuchten an der Promenade.

Fazit

Die Nordseeinseln belohnen die langsamere Anreise. Ein Mietwagen ist das ideale Werkzeug, um entspannt bis zum Fährhafen zu kommen – aber meist nicht, um mit auf die Insel zu fahren. Prüfen Sie vor der Buchung die Fährpreise für Pkw plus Passagiere und vergleichen Sie sie mit der Kombination aus Mietwagen am Festland und Fußpassage. Ihre Brieftasche – und der Wind, der Sie auf dem Oberdeck um die Ohren weht – werden es Ihnen danken.

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